Varizen

Volkskrankheit Krampfadern

15 Prozent aller Erwachsenen leiden in Deutschland an einer Venenerkrankung – ein Prozent davon an einem „offenen Bein“. Krampfadern sind folglich eine Volkskrankheit, die in aller Regel einer Behandlung bedarf. Im Oder-Spree Krankenhaus wird ein vielfältiges Spektrum an operativen und konservativen Therapien angeboten.

Oberarzt Chirurgie
Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie

Dipl. med. Werner Wendt
Tel.: 03366/444-210
Fax: 03366/444-248
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Beratungssprechstunde:
Montag: 16:00 Uhr–18:00 Uhr oder nach Absprache
Akutbehandlung jederzeit
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Station 2
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Krankhafte Erweiterungen der Venen

Krampfadern heißen im Lateinischen varix (im Plural varizen). Varizen sind krankhafte Erweiterungen des oberflächlichen Venensystems. In der medizinischen Fachsprache wird die Erkrankung Varikose oder auch Varikosis genannt.


Behandlung verhindert Folgeschäden bzw. Komplikationen

Die Ursache für Krampfadern sind defekte Venenklappen, was in der Folge zum venösen Rückstrom mit Stauung und Erweiterung des oberflächlichen Venensystems führt. Keine oder unzureichende Behandlung kann zu Folgeschäden bzw. Komplikationen führen, wie z. B. Thrombose, Thromboflebitis, Hautekzem, Lymphödem, Ulcus cruris (offenes Bein), Varizenblutung.

Begünstigende Faktoren
  • Angeborene Neigung
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Statische Belastungen
  • Schwangerschaft

Symptome
  • Spannungs- oder Schweregefühl der Beine
  • Schwellungsneigung
  • Hautverfärbungen
  • Ekzeme
  • Offenes Bein

Arten von Krampfadern
  • Stammvarikosis
  • Perforansvarikosis (Verbindungen von oberflächlichem und tiefem Venensystem)
  • Seitenastvarikosis (sollten operiert werden)
  • Besenreiser (kosmetisches Problem)

Die Diagnostik erfolgt überwiegend mittels Duplexsonografie, in speziellen Fällen durch eine Phlebografie (Kontrastmitteldarstellung).

Leistungsspektrum
  • Operativ: Stripping-Operation bei Stammvarikosis stationär oder ambulant
  • Operativ: mittels endoskopischer Perforansvenenligatur (Varizen-OP unter Monitoransicht)
  • Konservativ: Behandlung von Thrombose und Thromboflebitis
  • Komplexe Therapie der fortgeschrittenen Varikosis mit Ulcera cruris (offenes Bein)
  • Lokale Wundbehandlung mit modernen Wundauflagen
  • Hauttransplantationen
  • Physiotherapie (z. B. Lymphdrainagen)
  • Intermittierende Kompressionstherapie

Nach einer OP erfolgt jeweils eine Nachbehandlung mit Wundkontrolle und Frühmobilisation. Die Berufstätigkeit kann in der Regel nach zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen wird zwei Wochen lang Tag und Nacht und weitere vier Wochen tagsüber erforderlich (individuelle Abweichungen sind möglich).